Money is ART – LebensWERT?
Money itself is beautiful – money is art!
Das sagte Andy Warhol als einer der Ersten in Zeiten der PopArt.
Möglicherweise war das der einzige Beweggrund für Andy Warhol, sein 1962 entstandenes Werk „200 One Dollar Bills“ zu schaffen.
Und dieses Kunstwerk wurde 2009 für sagenhafte 43,8 Millionen Dollar versteigert.
Da fragt man sich als bildender Künstler „Wer macht solche Preise“?
Würde ich als Erschaffer von Kunst von mir aus eine solche Summe verlangen?
Vielleicht sollte man das einfach mal machen und sehen, was passiert.
Warhols Siebdruck inspirierte mich für meine Arbeit mit dem Titel „LebensWERT ?“
In unserer Gesellschaft ist es schon lange nicht mehr die Politik, welche die Macht hat –es ist das Kapital.
Es bestimmt, wer wann was wieviel produziert und verdient.
Es sagt, was die Politik zu entscheiden hat.
Und die Politik steht da wie ein gerupftes Huhn (Adler), weint und ist eigentlich gar nicht mehr „flugfähig“.
So ähnlich geht es auch einem ALG II Empfänger, welcher, aus welchem Grund auch immer,
von einer Grundsicherung von 364 EUR im Monat seine Existenz, sein Leben, bestreiten muss.
Auch hier bestimmt das Geld, was man machen darf, machen kann, was man sich erlauben kann …
Ist das noch Leben oder ist es nicht eigentlich nur reines Überleben ohne jegliche Handlungsfähigkeit?
Ist ein Leben nur diesen Betrag WERT? Ist das der LebensWERT?
Wieviele Leben könnte man bei dieser Grundlage von EINEM Kunstwerk vom Wert des
Warhol-Siebdrucks kaufen oder finanzieren?
Steht das noch in irgendeinem Verhältnis?
Details zur Arbeit:
„LebensWERT?“ ist eine 100x165cm große Installation.
Auf einer mit einem grafisch bearbeiteten Bundesadler beklebten Alu-Dibond-Platte sind 72 Acrylglasplatten montiert.
Auf diesen 10x20cm großen Platten ist per Siebdruckverfahren ein stilsierter 5-Euro-Schein in drei
Farben, schwarz-rot-gold, gedruckt. Außerdem wurden noch vier 1-Euro-Stücke befestigt.
Macht zusammen 364 Euro – der aktuelle Hartz4-Satz.



